EU Motorradimport nach Deutschland
Durch den Kauf eines Motorrads, Rollers oder Mopeds in England oder Dänemark können deutsche Motorradfahrer Geld sparen. Wer etwas Zeit in die Recherche beim Motorrad-Import aus Großbritannien oder Dänemark investiert, kann Schnäppchen finden, die bis zu 30% unter dem deutschen Nettopreisniveau liegen. Vor allem in England sind viele Modelle der gängigsten Motorrad-Marken wie BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Harley Davidson günstiger zu haben. In Dänemark lohnt der Kauf einiger Motorrad-Modelle von Honda, Suzuki und Yamaha. Die nachfolgende Graphik informiert über die Preisvorteile beim Motorradkauf in Großbritannien und Dänemark. Zuzüglich der angegebenen Nettopreise werden beim Import von Motorrädern, Rollern und Mopeds nach Deutschland noch 19% Mehrwertsteuer fällig.
EU-Motorräder: Die attraktivsten Länder für den Kauf eines Motorrads mit Rabatt
Tipps
Sich vor dem Motorradkauf in England oder Dänemark immer gut informieren
Bevor Sie sich entschließen, eine Kawasaki, Honda, BMW, Yamaha, Suzuki oder Harley Davidson in England oder Dänemark zu kaufen, sollten Sie sich gründlich informieren. Eine genaue Kalkulation vor dem Motorradkauf ist unabdingbar, um ein echtes Schnäppchen zu machen und keine bösen Überraschungen zu erleben. Insbesondere über die Ausstattung der Motorräder, die jüngste Entwicklung der Wechselkurse und die Überführungskosten beim Import eines neuen Motorrads nach Deutschland sollten Sie im Bilde sein.
Vorsicht bei der Grundausstattung von Motorrädern, Rollern und Mopeds
Die Modellausstattungen der einzelnen Motorradmarken können in England, Dänemark und Deutschland variieren. In Dänemark sind oftmals nicht nur die Nettopreise sondern auch die Grundausstattungen der Motorradmodelle besser als in Deutschland. Der Grund hierfür ist, dass in Dänemark bei der Zulassung eines Motorrads nicht nur 25% Mehrwertsteuer sondern auch eine Luxussteuer von bis zu 180% fällig wird. Deshalb sind die Motorradhersteller nicht nur dazu gezwungen, ihre Kawasaki, Honda, BMW, Yamaha, Suzuki oder Harley Davidson in Dänemark zu günstigen Nettopreisen anzubieten, sondern darüber hinaus auch oftmals standardmäßig besser als in Deutschland auszustatten. Entsprechend lohnt sich für deutsche Käufer, die Motorradmodelle und ihre Ausstattungen zu vergleichen und zu den günstigen Nettopreisen nach Deutschland einzuführen.
Auch die englischen Motorrad-Modelle können in der Ausstattung variieren. Aufgrund des Linksverkehrs und der Verwendung des Meilensystems in Großbritannien unterscheiden sich insbesondere die Tachoskalierung und die Scheinwerferausrichtung im Vergleich zu deutschen Motorrädern. Zudem sollten Sie sich bei englischen Motorrädern vergewissern, dass sie die deutschen Abgasnormen und KAT-Anforderungen einhalten.
Wechselkursrisiko beim Motorradkauf beachten
Auch der Wechselkurs spielt beim Motorradkauf in Großbritannien und Dänemark eine Rolle, da beide Länder nicht dem Euroraum angehören. Zwar hat die Dänische Krone einen festen Wechselkurs zum Euro, der Kurs des Britischen Pfunds bildet sich dagegen frei. Starke Abwertungen gegenüber dem Euro – wie sie in letzter Zeit zu beobachten waren – bringen große Preisvorteile beim Motorrad-Import nach Deutschland, starke Aufwertungen können diese allerdings schnell wieder zunichte machen.
Transportkosten einkalkulieren
Ein weiterer Kostenfaktor ist die Überführung des neugekauften Motorrads nach Deutschland. Grundsätzlich bestehen 2 Möglichkeiten, ein Motorrad nach Deutschland zu überführen. Entweder Sie holen das neue Motorrad selbst ab oder nehmen die Dienste eines professionellen Motorradspediteurs in Anspruch. Bei der ersten Variante entstehen i.d.R. Kosten für die Anreise, für evtl. Übernachtungen und für die Beantragung eines Überführungskennzeichens in Dänemark oder Großbritannien und der Abschluss einer Kurz-oder Grenzversicherung für die Überführung, sofern hierzu nicht die Nummernschilder und die KFZ-Versicherung des alten Besitzers in Anspruch genommen werden können. (Vgl. für weitere Informationen die uShip-Informationsseite 'EU Gebrauchtwagen Import nach Deutschland'.)
Unter Umständen kann sich die Beantragung eines Überführungskennzeichens als relativ schwierig und zeitaufwendig – etwa wegen Sprachbarrieren – erweisen. Manche dänische und englische Motorradhändler unterstützen deutsche Motorradkunden allerdings bereitwillig bei der Erledigung der Formalitäten. Weitere Informationen zur Beantragung eines Kennzeichens in Großbritannien finden Sie hier .
Alternativ können Sie einen professionellen Spediteur mit der Überführung des neuen Motorradrads beauftragen, um die aufwendigen Zulassungsformalitäten der Selbstabholung zu vermeiden. Um zeitaufwendige Anfragen per Telefon bei einzelnen Transportunternehmen zu vermeiden, können Sie auch den Motorradtransport auf uShip einstellen. Im Anschluss geben professionelle Spediteure konkurrenzfähige Gebote ab, wodurch Sie ohne größeren Aufwand einen aussagekräftigen Überblick über die Kosten des Motorradtransports erhalten können. Die professionelle Überführung eines Motorrads aus England (Großraum London) ist mit rund 400-450€ zu veranschlagen. Sofern der Spediteur neben dem reinen Transport noch zusätzliche Leistungen wie die Überprüfung des Motorrads übernimmt, verteuert sich der Service leicht. Der Transport aus dem dänischen Grenzgebiet zu Deutschland schlägt mit durchschnittlich 180€ zu buche.
Nach der Überführung nach Deutschland
Die Zulassung beim Straßenverkehrsamt
Nach der Überführung des Motorrads nach Deutschland muss das Motorrad beim Straßenverkehrsamt zugelassen werden. In der Regel benötigen Sie folgende Dokumente für die Zulassung:
  • CoC-Papier im Original (darunter ist die EG-Übereinstimmungserklärung zu verstehen. Diese garantiert, dass das Fahrzeug EU-weit den gesetzlichen Zulassungsnormen entspricht. Es ist wichtig, sich diese vom englischen oder dänischen Motorradhändler aushändigen zu lassen)
  • Die Originalrechnung
  • Nachweis über die gezahlte Umsatzsteuer (kann teilweise auch direkt vor Ort beim Straßenverkehrsamt abgegeben werden)
  • Versicherungsbestätigung (Nachweis darüber, dass das Motorrad versichert ist, früher auch als Doppelkarte bekannt)
  • Personalausweis
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sich vorab bei Ihrem hiesigen Straßenverkehrsamt über das genaue Prozedere informieren. Welches Straßenverkehrsamt für Ihre Gemeinde zu ständig, erfahren Sie hier .
Die Anforderungen des TÜVs
Sofern ein CoC-Papier vorliegt, das die EU-weite Übereinstimmung mit den nationalen Zulassungsnormen für das erworbene Motorradmodell bestätigt, kann ein fabrikneues Motorrad direkt beim Straßenverkehrsamt und ohne weitere TÜV-Untersuchung zugelassen werden. Insbesondere bei den in England gekauften Motorrädern sollte man sich allerdings im Voraus vergewissern, dass die teilweise strengeren deutschen Abgasnormen und KAT-Anforderungen erfüllt sind. Ansonsten könnte es spätestens bei der ersten, regulären Hauptuntersuchung des TÜVs zu Problemen kommen. Darüber hinaus beanstandet der TÜV in aller Regel bei in England erworbenen Motorrädern die auf den Linksverkehr ausgerichteten Scheinwerfer. Eine Auswechslung ist in den meisten Fällen unausweichlich.
Wichtig: Immer mehrere Informationsquellen beim Motorrad-Kauf heranziehen
Grundsätzliche ist zu erwähnen, dass die obigen Zahlen auf den Nettokaufpreisempfehlungen der Motorradhersteller in den jeweiligen Ländern basieren und deshalb nicht als ausschließliche Informationsquelle herangezogen werden sollten. Zwar dienen sie als sehr gute erste Orientierung für die Preisvorteile von Importmotorrädern. Allerdings müssen die Nettopreisempfehlungen der Motorhersteller für die Vertragshändler nicht unbedingt die tatsächlichen Marktpreise wiederspiegeln, zu denen der Endverbraucher Motorräder in Großbritannien, Dänemark und Deutschland kaufen kann. Oftmals warten Händler mit speziellen Rabattangeboten auf. Diese sollten Sie natürlich kennen und verglichen haben, bevor Sie sich für den Kauf eines Motorrads entschließen. Nur so können Sie sicher gehen, ein wirkliches Schnäppchen zu machen.
Ein Wort zum Motorradimport aus den USA
Aufgrund des relativ schwachen Dollarkurses kann man in den letzten Monaten in den USA viele Motorrad-, Roller- und Moped-Modelle relativ günstig kaufen – egal ob es sich um eine Kawasaki, Honda, BMW, Yamaha, Suzuki oder Harley Davidson handelt. Allerdings lohnt sich der Import von Motorrädern nach Deutschland nur in seltenen Fällen. Nicht nur sind mit rund 1200€ die Transportkosten wesentlich höher als innerhalb Europas, vielmehr fallen bei der Einfuhr nach Deutschland Zollgebühren von rund 26% an. Dadurch werden die Preisvorteile beim Motorradkauf in den USA in den meisten Fällen aufgewogen.
Falls Sie sich aber dennoch für den Motorrad-Import aus den USA interessieren, finden Sie weitere Informationen über den Fahrzeugimport beispielsweise beim ADAC oder auf LocumServices auf . Im Wesentlichen entsprechen die Zolleinfuhrbestimmungen für Motorräder denen für Kraftfahrzeuge. Der Einfuhrmehrwertsteuersatz beträgt in beiden Fällen 19%, allerdings ist der Einfuhrzoll bei Motorrädern mit 9% etwas geringer.
Der Kauf von gebrauchten Motorrädern im EU-Ausland
Neben dem Neukauf von Motorrädern lohnt sich zurzeit der Kauf von gebrauchten Motorrädern insbesondere in Großbritannien. Allerdings kommt es im Gebrauchthandel von Motorrädern auch öfters zu Betrugsfällen. Das Internet ist voll von Geschichten, in denen eine Anzahlung via Western Union oder Money Gram auf ein vermeintliches Superschnäppchen gemacht wurde ohne dass das Motorrad anschließend jemals an den neuen Besitzer übergeben worden wäre. Um solche unerfreulichen Vorfälle zu vermeiden, empfiehlt es sich nur bei vertrauenswürdigen Motorradhändlern zu kaufen. Seriöse Händler kann man zum Beispiel bei ebay UK anhand positiver Bewertungen ausfindig machen.
Im Grunde ähnelt der Import von gebrauchten EU-Motorrädern sehr dem Import von Gebrauchtwagen. Deshalb empfehlen wir Ihnen die uShip-Ausführungen zum Import von gebrauchten EU-Fahrzeugen zu lesen. Dort finden Sie weiterführende Informationen insbesondere über Sicherheitsmaßnahmen beim Gebrauchtfahrzeugimport.
Quellen